Im Oktober 2011 wurde das 7. Festival of Lights in Berlin veranstaltet. Seit 2005 gibt es die spektakuläre Tradition, dass die Sehenswürdigkeiten der Hauptstadt von lokalen und international bekannten Künstlern zwölf Nächte lang illuminiert werden.
Über die Jahre hinweg wurde diese Veranstaltung immer berühmter, mehrere tausend Menschen aus dem In- und Ausland fahren wegen dieses Festivals nach Berlin. Beliebt ist die Veranstaltung nicht nur unter den Touristen, sondern auch unter den Einwohnern Berlins. Abends füllen sich die ohnehin belebten Straßen mit noch mehr Interessierten, die sich die beleuchteten Gebäude anschauen und die besonderen Sehenswürdigkeiten fotografieren.
Zwölf Tage lang konnten die Interessierten dieses Jahr an mehr als 80 Orten an verschiedenen Programmen teilnehmen. (Welt)berühmte Berliner Gebäude und Bauwerke wie das Brandenburger Tor, der Berliner Fernsehturm, die Straße „Unter den Linden“, der Berliner Dom, die Humboldt Universität, der Hauptbahnhof, einige Botschaften und dasKaDeWe wurden auf verschiedene Weise illuminiert. In diesem Jahr erstreckte sich das Festival bis nach Potsdam, ca.35 kmvon der Berliner Stadtmitte entfernt. Auch mein Lieblingsschloss, das Schloss Sanssouci wurde glücklicherweise mit Licht angestrahlt.
Außer den beleuchteten Gebäuden und Bauwerken wurden unterschiedliche Veranstaltungen in der ganzen Stadt organisiert.
Es gab drei größere Festivalzentren in der Stadt: am Siemenszentrum, am Potsdamer Platz (und den Arkaden) und am Kurfürstendamm. Der Potsdamer Platz war das Herz des Festivals. Dort gab es eine „Lichtkunstausstellung“: ein mehrere Meter langes ganz leeres weißes Gesicht, das durch verschiedene Lichtspiele illuminiert wurde. Auf diesem gigantischen Gesicht erschienen verschiedene Versionen mit unterschiedlicher Mimik und den Nationalfahnen verschiedener Länder.
Auch am Ku’damm, der wunderschönen Allee im Herzen Berlins, befand sich eine sehenswerte LightGallery. Man kann sich vorstellen, wie schön die Abende dort waren, an der wunderbar beleuchteten Allee, die immer mit Tausenden von Menschen gefüllt war. In der Mitte der Allee, zwischen den beiden Fahrbahnen, gab es phosphoreszierende Bänke, die die Vorbeifahrenden und -gehenden mit verschiedenen Farben faszinierten.
Die Sehenswürdigkeiten des Festivals waren für alle kostenlos. Es gab auch die Möglichkeit, die beleuchtete Stadt mit „Lichtfestival-Stadtrundfahrtbussen“ zu besichtigen oder an der so genannten Berliner Trabantsafari teilzunehmen.
Im Rahmen des Festivals wurden auch andere Kulturprogramme veranstaltet, wie das nächtliche LightRun, wo man spektakuläre Sehenswürdigkeiten während eines Laufs besichtigen konnte. Die abgekämpften Teilnehmerinnen und Teilnehmer konnten sich später in der LightBar ausruhen, wo sie mit LightCocktails ihren Durst stillten.
Ich kann das Festival nur empfehlen. Es ist eine gute Möglichkeit, sich mit Freunden auf unterhaltsame Weise zu entspannen.
Ich wurde um faszinierende Erfahrungen reicher, die ich nie vergessen werde!
/Noémi Bakos/